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Sonntag, 29. Mai 2022

»Wertebasierter Handel, handelskonforme Werte?« im ND

Derzeit wird viel über neue Regeln für die Handelspolitik, »wer­te­ge­lei­te­te Handelspolitik« und »wer­te­ge­lei­te­te Außen­po­li­tik« gesprochen. Einen entsprechenden Beitrag von Gustav Horn (in der Zeit) zum Anlass nehmend habe ich im ND aufgeschrieben, welche Probleme ich mit diesem Reden über »Wertebasierung« habe: »Wertebasierter Handel, handelskonforme Werte?«

Dienstag, 14. September 2021

Neue Publikationen: Kuratierte Oxi-Ausgabe

Für das Magazin Oxi (Wirtschaft anders denken) durfte ich die September-Ausgabe kuratieren. Und nun wurde die Ausgabe publiziert.

 


Die Ausgabe lässt sich am Kiosk oder als E-Paper beziehen. Inhaltlich drehen sich viele Beiträge in der Ausgabe um »Plurale Ökonomik«. Ich selbst habe dort auch verschiedene Beiträge beigesteuert. Zwei davon sind mittlerweile auch online frei verfügbar:

  1. In »Pluralismus-Debatte und Plurale Ökonomik« habe ich die Entwicklung der Pluralen Ökonomik in Deutschland kritisch unter die Lupe genommen.
  2. Und in »Wirtschaft ist Care!« geht es um die Bedeutung unbezahlter und bezahlter Sorgearbeit.

Viel Spaß bei der Lektüre!

Freitag, 12. Februar 2021

Neuer Sammelband: Ökonomie und Ideologie?

Eben ist der von Wenzel Matiaske und Werner Nienhüser herausgegebene Sammelband "Ökonomie und Ideologie" bei Metropolis erschienen.


Wie der Titel verrät, geht es dabei um die Frage, was Ideologie ist oder sein kann und welche Zusammenhänge dabei zur Wirtschaftswissenschaft exisiteren. Autor:innen sind u.a. Michaela Haase (FU Berlin), Arne Heise (Universität Hamburg) und Oliver Nachtwey (Universität Basel). Auch ich habe einen Artikel beigesteuert und zwar zur Frage "Ökonomie und Ungleichwertigkeit?".

Samstag, 19. September 2020

Kritisches zur Ökonomik & offener Brief zum 'Relaunch' der ksoe

Im österreichischen Standard ist nun ein Gastbeitrag/Kommentar zur ökonomischen Misanthropie erschienen, der offen zugänglich ist: Die misanthropen Ökonomen.


Außerdem hat die österreichische Wochenzeitung "Die Furche" einen offenen Brief zum beabsichtigten 'Relaunch' der Katholischen Sozialakademie Österreichs (ksoe) veröffentlicht, den Andreas Exner, Christina Plank und ich - als die drei Schasching-Fellows der ksoe - initiierten und den über 100 Wissenschaft(l)er:innen sowie viele zivilgesellschaftliche Institutionen unterzeichnet haben.

 

Bild 

Wortlaut und die vollständige Liste der Unterzeichnenden finden sich auf den Seiten des Beirats für gesellschafts-, wirtschafts- und umweltpolitische Alternativen (BEIGEWUM): http://www.beigewum.at/2020/09/offener-brief-besorgter-wissenschafterinnen-und-initiativen-zum-geplanten-relaunch-der-katholischen-sozialakademie/



Donnerstag, 23. Juli 2020

Stellungnahme der Schasching-Fellows zum beabsichtigten 'Relaunch' der ksoe

Als ehemalige Schasching-Fellows der Katholischen Sozialakademie Österreichs (ksoe) haben Andreas Exner, Christina Plank und ich Stellung genommen zu den Plänen der Österreichischen Bischofskonferenz, die ksoe einem personellen wie inhaltlichen "Relaunch" zu unterziehen: Demokratie ohne Dialog? (feinschwarz.net).

Ulrich Brand, Andreas Exner & Christina Plank haben hierzu auch im Standard kommentiert: Die Sozialakademie unter Druck.

Ergänzend noch der Hinweis, dass die ksoe auch für Anliegen der Pluralen Ökonomik oder Economists4Future eine wichtige Institution ist. So ist die sozial-ökologische Transformation dort schon sehr lange ein Thema. Und nicht nur das: Über die ksoe lassen sich auch viele Praxisformen alternativen Wirtschaftens kennenlernen, seien es solidarische Wirtschaftsformen oder auch partizipative Entscheidungsmöglichkeiten in der Wirtschaft. Ich selbst hatte mich 2015 übrigens auf folgenden Schwerpunkt des Schasching-Fellowships beworben:

"b) Entwicklung  ethischer  Kriterien  für  ortho-  wie  heterodoxe  ökonomische  Theorien  und Praktiken sowie sozialethische Reflexion neuer wirtschaftstheoretischer Ansätze. Die Frage nach Konsum als Faktor sozialer Integration oder von Armut kann in diesem Zusammenhang leitend sein."

Das kommt schon sehr nahe an die Pluralo-Fordungen, Wirtschaft und Ethik zusammenzudenken und mit Blick auf die Praxis zu reflektieren. Das zeigt, dass die ksoe auch ein Ort Pluraler Ökonomik im Sinne von Sozialökonomik und Wirtschaftsethik sein kann.

Herausgekommen ist aus meinem Forschungsjahr als Schasching-Fellow übrigens ein schönes Dossier zum Thema "Wirtschaft, menschengerecht gedacht? Menschen- und Gesellschaftsbilder in der Ökonomik" (PDF) und das Buch "Menschengerechtes Wirtschaften?", das die Forschungsergebnisse dieses Jahres enthält.

Montag, 25. Mai 2020

Literaturhinweise, u.a. Gastbeitrag: Plurale Ökonomik

Christian Thielschers "Wirtschaftswissenschaften verstehen. Eine Einführung in ökonomisches Denken" (Link) ist gerade erschienen. Mit dabei ein "Gastbeitrag: Plurale Ökonomik – eine kurze Einführung" von LauraPorak (Twitter), DominikPietron (Twitter) & mir.

Link:link.springer.com/chapter/10.100


Freitag, 28. Februar 2020

Das Gespenst des Neodirigismus (Makronom)

Auf Makronom habe ich mich einem Artikel in einer größeren Zeitung angenommen, in dem der Kritik am "Neoliberalismus" der Vorwurf des "Neodirigismus" entgegengehalten wurde: Das Gespenst des Neodirigismus.

Montag, 16. April 2018

Neuer Beitrag von mir auf OxiBlog: "Eine Diskussion mit Hindernissen: Das Grundeinkommen"

Die Diskussion um das bedingungslose Grundeinkommen (BGE) bricht nicht ab. Gleichwohl ist das Bild des BGE durch einseitige und konstruierte Kritik am BGE geprägt. Dazu habe ich einen Beitrag auf für Oxi (Wirtschaft anders denken) geschrieben: Eine Diskussion mit Hindernissen: Das Grundeinkommen (oxiblog.de).

Dienstag, 16. Februar 2016

MindMapSoftware

Da ich mit Tulip auch "Mindmaps" herstelle, wurde ich kürzlich darauf hingewiesen, dass ich dazu nicht unbedingt die Netzwerkanalyse-Werkzeuge zweckentfremden muss, da es auch Mindmap-Software gibt. Hier mal auf die Schnelle drei Toolz.

  • CmapTools: Ist kostenlos, erfordert aber eine Registrierung (Email usw.). Habe ich noch nicht groß ausprobiert, aber von dem, was ich gesehen habe, hat es mich nicht sonderlich begeistert.
  • FreePlane: Basiert auf FreeMind, ist ebenfalls kostenlos und kann erweitert werden. Dank solcher Erweiterungen lassen sich auch Darstellungen, die an Prezi erinnern, erstellen. Sieht meinem Gefühl nach etwas krakelig aus, für einfache Mindmaps ist das aber OK.
  • XMind: In der abgespeckten Version ist es kostenlos, macht m. E. sehr schicke Mindmaps. Wer damit leben kann, die Mindmaps dann nur als Grafik exportieren zu können (nicht in einem anderen Format), für den oder die sollte es reichen.

Ich persönlich finde Tulip immer noch klasse, zumal es für diese Zwecke einfach mehr Optionen gibt. Wer aber nur schnell mal eine MindMap zeichnen will, für den oder die ist eines der oben genannten Programme sicher nicht verkehrt.

Sonntag, 28. Juni 2015

"Kleinstaaterei" und Stillstand in der VWL


Im Wirtschaftsblog der Frankfurter Allgemeinen Zeitung FAZIT wurde kürzlich ein Beitrag unter dem Titel "Gegen eine Kleinstaaterei in der Volkswirtschaftslehre" publiziert. Ein Studierender und ein Promovierender wenden sich dort gegen die Vielfalt an ökonomischen Ansätzen, wie sie z. B. vom Netzwerk Plurale Ökonomik oder der International Student Initiative For Pluralism in Economics (ISIPE) gefordert wird: Sie befürchten "Zersplitterung der Volkswirtschaftslehre", wo sie die Suche nach einem Konsens als notwendig erachten. Im Kommentarbereich hat sich eine interessante Debatte ergeben, an der ich mich ebenfalls beteiligt habe.

Meine Meinung zum Beitrag findet sich dort in den Kommentaren 13 und 14.



Am gleichen Ort hat auch das Netzwerk Plurale Ökonomik reagiert: Samuel Decker, Jakob Hafele und Tom Berthold haben eine Replik darauf verfasst. Titel: Gegen Stillstand in der Volkswirtschaftslehre (Quelle: FAZIT). Sie verteidigen dagegen die Forderung nach mehr Pluralität in der Ökonomik. Auch dazu habe ich mir eine Kommentierung erlaubt.


Donnerstag, 30. April 2015

Folien, Erwägungsliteratur & Pluralität

((1)) Zunächst ein Hinweis in (auch) eigener Sache: Die Zeitschrift Erwägen-Wissen-Ethik (EWE) hat seit geraumer Zeit ein "Erwägungslabor" eingerichtet, in dem verschiedene Texte aus den entsprechenden Diskussionseinheiten frei zugänglich sind. Darunter auch einige Texte von mir bzw. die unter meiner Mitwirkung entstanden sind: zur Evolutionären Ethik von Hans Mohr und zwei Berichte zu Erwägungsseminaren.


((2)) Zwischen 11.-12.04.2015 fand die erste Wiener Pluralismus-Konferenz statt, auf der auch ich vorgetragen habe - und zwar zum Wirtschaftsstil-Ansatz von Arthur Spiethoff. Die Folien habe ich auf ResearchGate hinterlegt: Link hier. (Hinweis:  Zwar wird dort zu einer Anmeldung aufgefordert, die ist aber nicht nötig, d. h. wegklicken und dann oben auf der rechten Seite auf das Dokument klicken.)

((3)) Die Wiener Pluralismus-Konferenz möchte ich auch zum Anlass nehmen, noch einmal ausdrücklich auf die von mir bereits erwähnte Zeitschrift EWE hinzuweisen. Zwar wurde auf der Konferenz viel über Pluralismusformen diskutiert (epistemologischer, ontologischer, methodologischer usw. Pluralismus), was mir dabei aber zu kurz kam, war die Frage, wie mit der geforderten Vielfalt eigentlich umzugehen ist. Da bietet EWE eine interessante Option, was schon aus dem Programm und der "Projektbeschreibung" ersichtlich wird. Wer tiefer einsteigen möchte, dem oder der sei folgender Sammelband empfohlen:

Loh, Werner [Hrsg.] (2001): Erwägungsorientierung in Philosophie und Sozialwissenschaften. Stuttgart: Lucius & Lucius. (Kurzer "Einblick" hier über die große Brille.)

Ebenso bietet u. a. Werner Loh - Mitherausgeber von EWE - eine Vielzahl seiner Texte frei zugänglich auf seiner Webseite (Universität Paderborn) an. Ähnliches gilt für Bettina Blanck (ebenfalls Mitherausgeberin).

Einzelne Diskussionseinheiten von EWE sind für die ökonomische Pluralismus-Diskussion interessant, weil sie sich mit alternativen Ansätzen und kritischen Fragen beschäftigten (z. B. Grundlagenkrise und Evolutionsökonomik) und dort verschiedene Meinungen aufeinander trafen. Darüber hinaus waren diese Diskussionen ausgesprochen interdisziplinär.

Besonders interessant mit Blick auf die Forderung nach mehr Pluralisms in der Lehre (ISIPE 2014) ist, dass die EWE-Diskussionseinheiten gleichzeitig als Lehrmaterial herhalten können. An der Universität Leipzig wir das schon seit 2006 in sogenannten Erwägungsseminaren praktiziert. Wer also wissen möchte, wie die Lehre vielfältig gestaltet werden kann und wie der Umgang mit Vielfalt aussehen könnte, sei auf EWE, die Erwägungsseminare in Leipzig und auf die Seminarberichte verwiesen.

Dienstag, 28. Oktober 2014

Pluralisierung der Ökonomik

Zusammen mit Jens Wernicke habe ich einen Beitrag zur "Pluralisierung der Ökonomik" geschrieben, der heute auf den den NachDenkSeiten publiziert worden.

"Mit den wirtschaftlichen Krisen seit 2007/2008 ist die Wirtschaftswissenschaft (Ökonomik) zunehmend in die öffentliche Kritik geraten. [...] Angesichts der steten Regelmäßigkeit, mit welcher derlei Kritiken vorgetragen werden, werden viele Menschen, die nicht Ökonomik studiert haben, womöglich den Eindruck gewinnen, dass sich hier gar nichts bewegt. Oder warum sonst taucht die Kritik an der VWL immer wieder auf?"

Titel: Pluralisierung der Ökonomik
Link: http://www.nachdenkseiten.de/?p=23737

Mittwoch, 21. August 2013

Der VfS antwortet ...

Der Verein für Socialpolitik (VfS) hat jetzt auf den offenen Brief geantwortet, den das Netzerk Plurale Ökonomik im September 2012 aufsetzte und der von 64 Professorinnen und Professoren als Erstunterzeichner_innen unterstützt wurde (über 800 Studierende und Wissenschaftler_innen haben ihn darüber hinaus unterzeichnet). (Antwort des VfS; PDF.)

Ich hatte bereits im Blog des WEA Chapters Germany darauf aufmerksam gemacht: Unter anderem Rudolf Hickel, Gustav Horn und Arne Heise - alles Erstunterzeichner des offenen Briefes - bewerten die Antwort des VfS als negativ. Hickel hält sie für eine unglaubliche Provokation.

In Nr. 13 der Hinweise des Tages (21.08.2013) der NachDenkSeiten ist mein Statement dazu nachzulesen. Kuz: Ich sehe es ähnlich und erinnere an die Diskussion um den Ethik-Kodex des VfS, die im letzten Jahr geführt wurde, und was dann dabei herausgekommen ist. Im Grunde handelt es sich bei diesem Ethik-Kodex um ein zahnloses Papier, dass sich der Kritik annimmt, um sie ihr zu verweigern. Genau so wie jetzt die Antwort des VfS an Thomas Dürmeier.

Donnerstag, 29. November 2012

Sparpolitik und Armut

Am 27.11.2012 war in der Frankfurter Rundschau zu lesen, dass die OECD eine gerechte Sparpolitik fordert: "Einschnitte bei Sozialleistungen oder höhere Verbrauchssteuern könnten die Ungleichheit vergrößern" heißt es dort.