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Freitag, 17. März 2023

Was ist »Wohlstand«?

Ich habe mir mal angeschaut, was in ökonomischen Nachschlagewerken unter »Wohlstand« verstanden wurde/wird (inkl Synonyme). Ein kurzer Einblick dazu im Blog der ksoe: Was ist »Wohlstand«?

 

 

Montag, 16. April 2018

Neuer Beitrag von mir auf OxiBlog: "Eine Diskussion mit Hindernissen: Das Grundeinkommen"

Die Diskussion um das bedingungslose Grundeinkommen (BGE) bricht nicht ab. Gleichwohl ist das Bild des BGE durch einseitige und konstruierte Kritik am BGE geprägt. Dazu habe ich einen Beitrag auf für Oxi (Wirtschaft anders denken) geschrieben: Eine Diskussion mit Hindernissen: Das Grundeinkommen (oxiblog.de).

Freitag, 9. Februar 2018

Erwägungsorientierte deliberative Sozialwissenschaften am Beispie erwägungsorientierter Perspektiven im Rahmen pluraler Ökonomik

Am 13.10. und 14.10.2017 fand bei Bettina Blanck an der PH Ludwigsburg und in Sulzbach an der Murr ein Erwägungsworkshop unter folgendem Titel statt: Erwägungsorientierte deliberative Sozialwissenschaften am Beispiel erwägungsorientierter Perspektiven im Rahmen pluraler Ökonomik.

Diskutiert wurde u.a. die Bedeutung der Erwägungsorientierung für eine Plurale Ökonomik sowie der damit verbundene adäquate Umgang mit Vielfalt.

Einen Kurzbericht dazu gibt es hier [PDF].

Dienstag, 14. März 2017

Neue Publikation: Menschengerechtes Wirtschaften?

Seit 13.03.2017 ist meine neue Publikation aus dem Bereich Wirtschaftsethik „Menschengerechtes Wirtschaften?“ im Handel erhältlich.

Menschengerechtes Wirtschaften?
Subsistenzethische Perspektiven auf die katholische Sozialethik, feministische Ökonomik und Gesellschaftspolitik


Mehr Informationen sowie ein detaillierter Überblick zum Inhalt können auf der Internetseite des Verlags Barbare Budrich abgerufen werden:   Menschengerechtes Wirtschaften?

Mittwoch, 19. Oktober 2016

VfS-Struktur in JEL-Codes

Der Verein für Socialpolitik (VfS) hat die eigene Mitgliederdatenbank ausgewertet, um vor allem den anstehenden altersbedingten Professuren-Wechsel und damit die Chancen für den wissenschaftlichen Nachwuchs aufzuzeigen. Die entsprechenden Angaben können über die Vereinshomepage abgerufen werden.

Samstag, 17. September 2016

Aktualisierter CV

Aus gegebenem Anlass habe ich meinen Lebenslauf und meine Konferenz-Liste aktualisiert. Hier kann beides über einen Link direkt abgerufen werden:

Beide finden sich auch im Bereich Curriculum Vitae.

Meine Literaturliste ist unter Publications abzurufen.

Freitag, 11. März 2016

Neuer Artikel zur Entwicklung der heterodoxen Ökonomik in der BRD ab 1970

Band 135 von Schmollers Jahrbuch ist gerade erschienen und trägt den Titel: Wirtschaftswissenschaft(en) – Quo vadis? Enthalten sind einige Beiträge zur Situation und Kritik an der vorherrschenden Ökonomik, u. a. von Tony Lawson, Bruno S. Frey und Gebhard Kirchgässner. Darunter befindet sich auch ein Beitrag von Arne Heise und mir aus dem Projekt "Ökonomen und Ökonomie" - und zwar zur Entwicklung der kritischen bzw. heterodoxen Strömungen der Wirtschaftswissenschaften in Deutschland ab 1970.

Zitierhinweis:
Heise, Arne und Thieme, Sebastian (2015): Zur De-Pluralisierung der Wirtschaftswissenschaften nach 1970: Explorationen in einem wissenschaftlichen Macht- und Kampffeld. In: Schmollers Jahrbuch, Jg. 135, H. 2, S. 155–187.

Dienstag, 29. Dezember 2015

Freie Netzwerksoftware


Ich arbeite schon länger mit NodeXL und sehe dort schöne und angenehme Möglichkeiten, u. a. auch Texte zu analysieren. Wer z. B. „richtig“ erwägen will, kann sich auf diese Weise bestimmte Zusammenhänge, Überschneidungen – aber auch Widersprüche/ Lücken – visualisieren.
 
Leider hat NodeXL angefangen, die Lizenzen zu ändern. Zwar gibt es jetzt immer noch eine kostenlose Basic-Version, die m. E. auch völlig ausreicht. Aber dort werden Kopf- und Fußzeilen eingefügt, die extrem unschön aussehen – und für eine richtige Publikation ist das dann weniger interessant.

Also habe ich einmal nach freien (kostenlosen) Alternativen geschaut. Meine Wahl fiel zunächst auf Tulip: http://tulip.labri.fr/TulipDrupal/

Es bedarf der Gewöhnung, vor allem beim Umstieg von NodeXL, um z. B. herauszubekommen, wie die Anzeige der Pfeile ein- und ausgeschaltet werden kann (ganz rechts, bei „scene“). Tulip ist und bleibt im Vergleich mit NodeXL umständlicher, was insofern in der Natur der Sache liegt, als NodeXL in ein bekanntes Tabellenkalkulationsprogramm (TKP) integriert wird, wohingegen andere Netzwerksoftware auch mit Tabellen arbeitet, dafür aber ein „externes“ TKP notwendig ist. Aber nach einer kurzen Eingewöhnungszeit findet sich in Tulip trotzdem eine interessante Alternative.

Der Grund, warum ich auf Tulip kam, lag mehr oder weniger darin begründet, dass Gephi – ein anderes Netzwerkstool – bei mir, auf einem 64Bit-System, bis vor wenigen Tagen nicht lief. Irgendwie gab es Probleme, den „richtigen“ Java-Pfad zu finden (nehme ich an). Mit Version 0.9 ist das aber Geschichte.

Für Tulip wie Gephi macht es sich gut, zunächst in einem TKP die „nodes“ und „edges“ (source à target) in tabellarischer Form festzuhalten und dies dann im CVS-Format zu speichern. Praktisch kann dann parallel auch mit offenem TKP gearbeitet werden, wobei die geänderten Tabellen dann immer neu zu laden sind. Bei Tulip können aber auch „frei Hand“ Punkte usw. gesetzt werden, wobei ich im Moment noch nicht weiß, ob und wie ich die so erzeugten Daten auch exportieren kann.

Wer also einen Wechsel von NodeXL wagen möchte, der oder dem sind die erwähnten Programme ans Herz gelegt. Nicht entweder oder, sondern eher parallel zum Ausprobieren.

Mittwoch, 18. Januar 2012

Economics and Prejudices

Following the sociologist Wilhelm Heitmeyer, economistic attitudes are attended by negative stereotypes about social fringe groups. As a result they cause the Economisation and De-Solidarisation of the Society. Therefore, economists have a good reason to be worried about such findings because the complained economistic attitudes are exactly what every textbook of economics is teaching us.

From this perspective, it raises some important questions: Is the economic science a misanthrophic science? Does economics base on negative stereotypes such as described by Loïc Wacquant in “Punir les Pauvres” (Punishing the Poor)? What does the history of economic thoughts tell us about the relation of stereotypes and economic arguments? What are the ethical proplems in detail? Which approaches exist to solve such problems?

Literature: Thieme,  Sebastian (2013): Economics and misanthropy. In: Int. J. Management Concepts and Philosophy, Vol. 7, No. 2, pp.83–102.

Evolutionary Thinking

Since the 80′s of the 20′s century, a new economic discipline became more and more established. It’s name: Evolutionary Economics. This is associated with the work of scientists such as Richard R. Nelson, Sidney G. Winter, Ulrich Witt, Carsten Hermann-Pillath and Geoffrey M. Hodgson. However, the roots could be traced back to masterminds such as Thorstein Veblen, who has raised the question “Why is Economics Not an Evolutionary Science?” in 1898.

Today Evolutionary Economics is a very heterogeneous discipline, which is confronted with the “evolutionary” terms used by the opposing main stream of the economic science. This raises the question for the characteristics of evolutionary thinking. Especially in the light of the long history of scientific engagement in the change of culture and society: What is “evolutionary thinking”? What are the main differences to other economic disciplines? What’s the common ground with other disciplines such as sociology, philosophy and social anthropology, which constitutes multidisciplinarity?

Schmuggel

“Schmuggel als ökonomisches Phänomen”, so lautete der Titel meiner Diplomarbeit. Darin war erstmal zu klären, was Schmuggel eigentlich ist. Denn wer sich mit dem Begriff beschäftigt, wird schnell feststellen, wo die die logischen und sachlichen Unzulänglichkeiten des Schmuggelbegriffs liegen. Deshalb habe ich versucht, mit dem dem Begriff des informellen Handels eine andere Unterscheidung des informellen Wirtschaft eingeführt, die den zahlreichen und verschiedenen Teilphänomenen, mit denen der Schmuggel im Zusammenhang steht, hoffentlich besser gerecht wird. Denn üblicherweise werden z.B. Geldwäsche und Menschenhandel vom “Schmuggel” umfasst, obwohl diese Dinge nicht selten mit Schmuggel in Verbindung stehen. Verschiedene historische und aktuelle Beispiele, die in der Arbeit genannt wurden, illustrieren diesen Umstand.

Das Hauptaugenmerk habe ich dann auf die zeitlichen Veränderungen des Schmuggels gelegt, die in verschiedene Merkmalskategorien eingeordnet wurden und somit das Fundament für einen Schmuggelstil – im Sinne des Stilbegriffes der neuren deutschen historischen Schule – bilden können. Da ich in der evolutorischen Ökonomik tätig bin und diese (neue) Sichtweise in ihrer institutionellen Auslegung gut geeignet ist, das Phänomen des informellen Handels zu beschreiben, wurde der Schmuggel dann im Lichte der evolutorischen Ökonomik betrachtet. Damit ist nicht nur eine kurze Übersicht zum Anliegen der Evolutorik, sondern auch eine praktische Anwendung zur Evolutorik geliefert. “Schmuggel als ökonomisches Phänomen” ist nun als EBook und Printversion veröffentlicht worden.

THIEME, S. (2008), “Schmuggel als ökonomisches Phänomen”, Diplomarbeit am Institut für Wirtschaftspolitik der Universität Leipzig, ISBN (E-Book): 978-3-640-22033-5, ISBN (Buch): 978-3-640-22268-1.

Fragen zum Thema können gerne per Email an mich gerichtet werden.

Subsistence

Today, the term “subsistence” is mixed with different characteristics such as
  • reproduction (of labour, life etc.)
  • reciprocity
  • cooperation
  • self-sufficient production (production = consumtion)
  • agriculture etc.
The term is also used as synonym for a meager livelihood in association with “subsistence wage” (a wage that only allows to scratch a living) or minimum wage (see Wikitionary and Merriam Websters Dictionary). The term is used, but it is typically not reflected.

Therefore I followed the original philosophical and theological meaning of “subsistence” and reconstructed two subsistence terms, where viability stands for keeping the current situation (existence) and subsistence describes the existence by itself (i. e. the ability for changing the current situation).

Based on these ideas, I research in:
  • subsistence (and viability): the relevance within economies in general, subsistence and subsistence strategies within “modern” economies
  • the right of subsistence (as moral principle)
  • resistence: kinds of and ethical aspects
  • the (ethical) implications for minimum wage, working poor (low wage sector), “unconditional” basic income, right to work, squatting, land grabbing etc.
A lot of these aspects were analysed within my doctoral thesis “The Right of Subsistence: Term, Economic Traditions and Consequences” (written in German; Das Subsistenzrecht: Begriff, ökonomische Traditionen und Konsequenzen).

In addition, there are two working papers in English, which were written on the occasion of two conferences:
If you have some questions, please do not hesitate to contact me.

Subsistenz

Der Begriff “Subsistenz” wird heute in verschiedenen Zusammenhängen gebraucht und mit unterschiedlichen Charakteristika aufgeladen. Entsprechend taucht der Begriff in “Subsistenzwirtschaft”, “Subsistenzproduktion” usw. auf und wird u. a. mit Reproduktion, Reziprozität, selbstgenügsamen Wirtschaften, Eigenproduktion, Landwirtschaft oder rückschrittlichen Wirtschaftsmethoden assoziiert.

Nicht selten wird “Subsistenz” auch mit Existenz, Minimallohn, Mindestlohn, Sozialtransfers oder soziokulturellem Existenzminimum gleichgesetzt.

Demgegenüber steht die ursprünglich theologisch-philosophie Bedeutung von “Subsistenz” für ein Bestehen-aus-sich-selbst-heraus. Davon ausgehend habe ich zwei Subsistenzbegriffe rekonstruiert: Die Viabilität, die für die Aufrechterhaltung eines gegenwärtigen Zustands steht, und die Subsistenz, der ursprünglichen Bedeutung folgend als “Bestehen aus sich selbst heraus” (der Fähigkeit, den eigenen Zustand zu verändern).

Vor diesem Hintergrund ergibt sich eine Reihe von Problemen und Fragen, mit denen ich mich wissenschaftlich beschäftige, z. B.
  • Subsistenz: Welche Rolle spielt sie für die Wirtschaft? Welche Bedeutung kommt ihr in “modernen” Wirtschaften zu?
  • Subsistenzrecht (als Moralprinzip): Was ist das? Wie lässt sich das ethisch rechtfertigen? Welche – vor allem: sozialstaatlichen – Schlüsse sind daraus zu ziehen? Subsistenzethik.
  • Widerstand: Verbindung zwischen Widerstand und Subsistenz. Welche Formen von Widerstand gibt es? Wie lassen sich welche Widerstandsformen ethisch legitimieren?
  • Mindestlohn, “bedingungsloses” Grundeinkommen, Recht auf Arbeit, Soziale Marktwirtschaft, Arbeitsgesellschaft etc.
Verschiedene dieser Aspekte habe ich in meiner Dissertation ausgearbeitet:
  • Das Subsistenzrecht: Begriff, ökonomische Traditionen und Konsequenzen, Marburg, 2012.
Darüber hinaus existieren verschiedene Arbeitspapiere, die sich diesen Themen widmen:
Wer weitere Fragen dazu hat, kann sich gerne an mich wenden.