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Dienstag, 5. November 2024

Was ist "Arbeit"?

Das aktuelle Forschungsforum der Zeitschrift itdb (inter- und transdisziplinär Bildung) widmet sich dem Thema "Arbeit" (Link). Aus unterschiedlichen Disziplinen heraus wurde über mehrere Runden die Frage erörtert, was unter "Arbeit" zu verstehen sei und welche Herausforderungen dabei bestehen. Enstanden sind dabei unterschiedliche Beiträge, u.a. von Christine Bauhardt, Heinz-J. Bontrup, Sascha Lieberman & mir. Das Forschungsforum ist im Open Access erschienen und ist insofern frei zugänglich.

Link: «Begriffserklärungen in Wissenschaft und Bildung: Arbeit»

Dienstag, 14. September 2021

Neue Publikationen: Kuratierte Oxi-Ausgabe

Für das Magazin Oxi (Wirtschaft anders denken) durfte ich die September-Ausgabe kuratieren. Und nun wurde die Ausgabe publiziert.

 


Die Ausgabe lässt sich am Kiosk oder als E-Paper beziehen. Inhaltlich drehen sich viele Beiträge in der Ausgabe um »Plurale Ökonomik«. Ich selbst habe dort auch verschiedene Beiträge beigesteuert. Zwei davon sind mittlerweile auch online frei verfügbar:

  1. In »Pluralismus-Debatte und Plurale Ökonomik« habe ich die Entwicklung der Pluralen Ökonomik in Deutschland kritisch unter die Lupe genommen.
  2. Und in »Wirtschaft ist Care!« geht es um die Bedeutung unbezahlter und bezahlter Sorgearbeit.

Viel Spaß bei der Lektüre!

Montag, 16. November 2020

Wirtschaft neu lehren: Plurale Einführung in die VWL?

Janina Urban, Lisa-Marie Schröder, Harald Hantke und Lukas Bäuerle haben den Sammelband "Wirtschaft neu lehren. Erfahrungen aus der pluralen, sozioökonomischen Hochschulbildung" herausgegeben.

 https://media.springernature.com/w306/springer-static/cover-hires/book/978-3-658-30920-6

Wie der Titel verrät, geht es darum, wie ökonomische Lehrinhalte im Sinne einer Pluralen Ökonomik gestaltet werden können. Schon damit hebt sich die Publikation von anderen Publikationen in dem Themengebiet ab: Es geht hier dezidiert um die Frage, wie sich die Lehre anders gestalten lässt. Und damit ist die Lektüre auch für Ökonom:innen interessant, die sich selbst nicht zur Szene der Pluralen Ökonomik zählen. Darüber hinaus ist das Buch im OpenAccess erschienen, kann also von jedem und jeder heruntergeladen werden. Der Pluralisierung der Hochschullehre steht also noch nicht einmal eine Bezahlschranke im Weg.

Ich habe dort natürlich auch einen Beitrag beigesteuert, über die Erfahrungen, die ich im Bereich Verwaltungswissenschaften der HOchschule Harz sammeln durfte: Plurale Einführung in die VWL? Zu den Gestaltungsmöglichkeiten pluraler Einführungsveranstaltungen [PDF]. Dort geht es im Wesentlichen um die Frage, wie Einführungsveranstaltungen zur Volkswirtschaftslehre innerhalb bestehender Curricula pluralisiert werden können.

Samstag, 26. September 2020

Skizze einer deliberativen Ökonomik

Anlässlich des 70ten Geburtstages von Walter Ötsch wurde ihm am 25.09.2020 die Festschrift "Jenseits der Konventionen: Alternatives Denken zu Wirtschaft, Gesellschaft und Politik" überreicht. Erschienen ist sie beim Metropolis-Verlag.


Und neben Beiträgen u.a. von Katrin Hirte, Arne Heise, Ralf Ptak, Claus Thomasberger, Karl Georg Zinn und Heinz Kurz, findet sich auch ein Beitrag von mir darunter: Kontroversität und Deliberation. Kritischer Blick auf die Plurale Ökonomik und die Möglichkeit en zum Umgang mit Vielfalt.

Wie Titel und Untertitel verraten, werfe ich einen kritischen Blick auf die Plurale Ökonomik, zeige Bruchlinien auf und vertiefe mit dem Paderborner Erwägungskonzept die Frage, wie in der Pluralen Ökonomik angemessen mit Vielfalt umgegangen werden kann.  


Freitag, 9. Februar 2018

Erwägungsorientierte deliberative Sozialwissenschaften am Beispie erwägungsorientierter Perspektiven im Rahmen pluraler Ökonomik

Am 13.10. und 14.10.2017 fand bei Bettina Blanck an der PH Ludwigsburg und in Sulzbach an der Murr ein Erwägungsworkshop unter folgendem Titel statt: Erwägungsorientierte deliberative Sozialwissenschaften am Beispiel erwägungsorientierter Perspektiven im Rahmen pluraler Ökonomik.

Diskutiert wurde u.a. die Bedeutung der Erwägungsorientierung für eine Plurale Ökonomik sowie der damit verbundene adäquate Umgang mit Vielfalt.

Einen Kurzbericht dazu gibt es hier [PDF].

Mittwoch, 2. August 2017

Reaktionen auf: Menschengerechtes Wirtschaften?





Innovativ ist dabei sein Plädoyer, Dialog als "methodologisches Sozialprinzip" in diese Sozialethik aufzunehmen und sie somit auf dem "Weg des erwägungsorientierten öffentlichen Diskurses" (93) voranzubringen. Er zeigt außerdem, wie Sozialprinzipien mit Hilfe subsistenzethischer Zumutbarkeitsaussagen an Konkretisierung gewinnen können. […]

Der Verfasser demonstriert überzeugend, dass sich mit Hilfe subsistenzethischer Gesichtspunkte qualifiziert zugunsten der Armen argumentieren lässt und dass auch die katholische Soziallehre durch den Dialog mit der Subsistenzethik weiterentwickelt werden kann.
Aus:
Buchbesprechung von Michael Hainz SJ
in Stimmen der Zeit, Heft 10, Oktober 2017,
S. 711-712.

Das Buch ist sehr angenehm zu lesen und gut verständlich.
Für das Studium der Sozialen Arbeit ist besonders der Teil zum bedingungslosen Grundeinkommen interessant. Die verschiedenen Sichtweisen auf das Wirtschaften sind gut erklärt und lassen sich auch ohne großes Vorwissen verstehen. Einige Aspekte zur “feministischen“ Ökonomik setzen allerdings ein Grundverständnis der Gender Studies voraus. Insgesamt ist das Buch gut gegliedert. Mir hat es bei meiner Hausarbeit zum Thema Wirtschaften für Sozialarbeiter_innen sehr geholfen und steht griffbereit im Regal!


Dienstag, 14. März 2017

Neue Publikation: Menschengerechtes Wirtschaften?

Seit 13.03.2017 ist meine neue Publikation aus dem Bereich Wirtschaftsethik „Menschengerechtes Wirtschaften?“ im Handel erhältlich.

Menschengerechtes Wirtschaften?
Subsistenzethische Perspektiven auf die katholische Sozialethik, feministische Ökonomik und Gesellschaftspolitik


Mehr Informationen sowie ein detaillierter Überblick zum Inhalt können auf der Internetseite des Verlags Barbare Budrich abgerufen werden:   Menschengerechtes Wirtschaften?

Montag, 9. Januar 2017

Erwägen Wissen Ethik wieder online

Die Zeitschrift "Erwägen Wissen Ethik" ist zwar eingestellt worden, aber die Verzeichnisse der Jahrgänge und diverse Texte, u. a. von Mit-Herausgeber Werner Loh, können nun (wieder) online abgerufen werden: https://groups.uni-paderborn.de/ewe/

Dienstag, 29. Dezember 2015

Freie Netzwerksoftware


Ich arbeite schon länger mit NodeXL und sehe dort schöne und angenehme Möglichkeiten, u. a. auch Texte zu analysieren. Wer z. B. „richtig“ erwägen will, kann sich auf diese Weise bestimmte Zusammenhänge, Überschneidungen – aber auch Widersprüche/ Lücken – visualisieren.
 
Leider hat NodeXL angefangen, die Lizenzen zu ändern. Zwar gibt es jetzt immer noch eine kostenlose Basic-Version, die m. E. auch völlig ausreicht. Aber dort werden Kopf- und Fußzeilen eingefügt, die extrem unschön aussehen – und für eine richtige Publikation ist das dann weniger interessant.

Also habe ich einmal nach freien (kostenlosen) Alternativen geschaut. Meine Wahl fiel zunächst auf Tulip: http://tulip.labri.fr/TulipDrupal/

Es bedarf der Gewöhnung, vor allem beim Umstieg von NodeXL, um z. B. herauszubekommen, wie die Anzeige der Pfeile ein- und ausgeschaltet werden kann (ganz rechts, bei „scene“). Tulip ist und bleibt im Vergleich mit NodeXL umständlicher, was insofern in der Natur der Sache liegt, als NodeXL in ein bekanntes Tabellenkalkulationsprogramm (TKP) integriert wird, wohingegen andere Netzwerksoftware auch mit Tabellen arbeitet, dafür aber ein „externes“ TKP notwendig ist. Aber nach einer kurzen Eingewöhnungszeit findet sich in Tulip trotzdem eine interessante Alternative.

Der Grund, warum ich auf Tulip kam, lag mehr oder weniger darin begründet, dass Gephi – ein anderes Netzwerkstool – bei mir, auf einem 64Bit-System, bis vor wenigen Tagen nicht lief. Irgendwie gab es Probleme, den „richtigen“ Java-Pfad zu finden (nehme ich an). Mit Version 0.9 ist das aber Geschichte.

Für Tulip wie Gephi macht es sich gut, zunächst in einem TKP die „nodes“ und „edges“ (source à target) in tabellarischer Form festzuhalten und dies dann im CVS-Format zu speichern. Praktisch kann dann parallel auch mit offenem TKP gearbeitet werden, wobei die geänderten Tabellen dann immer neu zu laden sind. Bei Tulip können aber auch „frei Hand“ Punkte usw. gesetzt werden, wobei ich im Moment noch nicht weiß, ob und wie ich die so erzeugten Daten auch exportieren kann.

Wer also einen Wechsel von NodeXL wagen möchte, der oder dem sind die erwähnten Programme ans Herz gelegt. Nicht entweder oder, sondern eher parallel zum Ausprobieren.

Mittwoch, 6. Mai 2015

Märkte: Wozu brauchen wir dort Wirtschaftsethik?

Anfang der Woche bin ich gefragt worden, wie ich darauf antworten würde, wenn behauptet wird, dass doch mit dem „Markt“ alles in Ordnung wäre, er würde sich ja selbst regulieren usw.: Weshalb braucht es da überhaupt Wirtschaftsethik?

Das lässt sich zwischen „Tür und Angel“ etwas schlecht darstellen, zumal es dazu unterschiedliche Argumente und Argumentationsmuster zu erwägen gibt. Keine Angst, ich will das hier auch nicht auswalzen, sondern stattdessen ein paar Hinweise auf Literatur geben, die die einen oder anderen interessanten Argumente im Marktkontext beinhalten.


  1. Brodbeck, Karl-Heinz (2002): Beiträge zur Ethik und Wirtschaft. Dritte ergänzte Auflage, http://khbrodbeck.homepage.t-online.de/wiethik.pdf .
  2. Ötsch, Walter Otto (2009): Mythos Markt. Zweite Auflage. Marburg: Metropolis.
  3. Thielemann, Ulrich (2010): Wettbewerb als Gerechtigkeitskonzept. Marburg: Metropolis.
  4. Thielemann, Ulrich (2014): Markt als Prinzip, als Instrument oder als besonderes Interaktionsfeld? Die Idee der Einbettung und Begrenzung des Wettbewerbs. Konferenzpapier zu: Markt! Welcher Markt?, Institut für die Gesamtanalyse der Wirtschaft (ICAE) an der Johannes Kepler Universität Linz, online unter: http://www.mem-wirtschaftsethik.de/fileadmin/user_upload/mem-denkfabrik/2014/MarktAlsInstrument.pdf.
  5. Thieme, Sebastian (2013): Der Ökonom als Menschenfeind? Über die misanthropischen Grundmuster der Ökonomik. Opladen: Budrich.
  6. Thieme, Sebastian (2013): Grundeinkommen und Selbsterhaltung. In: Forschungsseminar Politik und Wirtschaft Leipzig [Hrsg./ Ed.]: Booms and Bursts. Marburg, S. 47-81, 2013.
  7. Thieme, Sebastian (2012): Das Subsistenzrecht: Begriff, ökonomische Traditionen und Konsequenzen. Marburg: Metropolis.
  8. Ulrich, Peter (2008): Integrative Wirtschaftsethik. Vierte Auflage, Bern, Stuttgart, Wien: Haupt.